Leistungszentrum für Naturwissenschaften
und Umweltfragen
Rotdornweg 43, 50226 Frechen
im Gymnasium Frechen
Tel: 02234 955560; Fax: 02234 9555666

Leitung: Paul Feltes StD
Email: pfeltesatlnu-frechen.de
 

Förderer

und Projekte


Das LNU wurde gegründet mit Mitteln der Marga und Walter Boll Stiftung
 
         

 

 

Holiday und Science - Rückblick

- Schülerinnen und Schüler forschen während der Ferien im Labor -

Eine Veranstaltung des LNU - Frechen für MINT-Schulen in Kooperation mit dem

Ruhrforschungszentrum, Düsseldorf

 

Osterferien 2006

Für drei Tage standen insgesamt 11 Arbeitsplätze zur Verfügung, an denen unter Anleitung des promovierten Wissenschaftlers, Herrn Dr. Ali Toutianoush, zum Thema Wasseraufbereitung gearbeitet wurde.

5 SchülerInnen und 6 Schüler waren mit einigem Gepäck angereist,
um sich intensiv mit dem Thema "Wasseraufbereitung" zu beschäftigen.

Umkehrosmose-Experimente zur Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser und die Analyse wurden im Rahmen einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln durch die Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

Die Arbeit im Labor erfolgte auch vor dem aktuellen Hintergrund der zunehmenden weltweiten Wasserknappheit in vielen Regionen
und der Forderung nach einer gerechteren Verteilung.
 
Mit dem Konzept " Holiday und Science " möchten das Ruhrforschungszentrum, Düsseldorf
und das Leistungszentrum für Naturwissenschaften in Frechen naturwissenschaftlich begabten und befähigten SchülerInnen und Schülern ein besonderes Förderangebot bieten, das sie an aktuelle Themenstellungen heranführt, die so in Schulen im Regelunterricht nicht vorkommen.
 

Frau Gathen vom Ruhrforschungszentrum berichtet: "Eine Woche nach Beginn der Ausschreibung ging nichts mehr. Die Resonanz war einfach überwältigend und zeigt, dass junge Menschen bereit sind, sich auch in der Freizeit und in den Ferien anspruchvollen naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu widmen, wenn das Angebot attraktiv ist".

 

Zum pädagogischen Konzept gehört, dass eine intensive Betreuung in kleinen Gruppen erfolgt
und dass eigenes Forschen und Experimentieren im Vordergrund stehen.

 

Mit Hilfe des Ruhrforschungszentrums konnten das LNU den Teilnehmern sogar die Übernachtung im Jugendgästehaus Deutz anbieten, so dass wir einen Adressatenkreis von Schulen aus ganz NRW ansprechen konnten. Alle Teilnehmer besuchen naturwissenschaftliche Leistungskurse und kommen mit einer Empfehlung ihrer Fachlehrer.

Bereits um halb sechs Uhr in der Frühe waren Bernhard Beiring und Marc Müller (Stufe 13) vom Gymnasium Remigianum in Borken aufgestanden, um die Fahrt nach Köln zum Labor des Physikalischen Instituts der Uni Köln anzutreten.

Beide kommen wie alle TeilnehmerInnen von Nordrhein-Westfälischen "MINT-Schulen", einem ausgewählen Kreis von etwa 25 Schulen, die zertifiziert wurden, weil sie ein besonderes anspruchsvolles Ausbildungs-Angebot im naturwissenschaftlich-technischen Bereich aufzuweisen haben. Das Gymnasium Frechen ist mit dem Leistungszentrum für Naturwissenschaften und Umweltfragen ebenfalls MINT-Schule.

 

Neben der wissenschaftlichen Arbeit kam natürlich auch der kulturelle und gesellige Anteil nicht zu kurz.
Gemeinsames Abendessen nach anstrengender Arbeit im Labor im Brauhaus "Zur Malzmühle"

 
 
 
Quarzwerke Frechen
 

 
 
 
 

 
 

 

RWE Power
 

 
 

 

 
 

  Ruhrforschungszentrum

Ferien-Laborpraktika
für MINT-SchülerInnen
Holiday und Science

 

Web-Info:

Leistungszentrum Naturwissenschaften, Frechen:
www.lnu-frechen.de

Ruhrforschungszentrum, Düsseldorf:
http://www.bildungswerk-nrw.de/rfz.html

Verein MINT-EC, Deutschland:
www.mint-ec.de

Kontakt:

Beate Gathen
Ruhrforschungszentrum
Uerdinger Str. 58 - 62,
40474 Düsseldorf
Tel.: 0211/45 73-240,
Fax: 0211/45 73-144,

Paul Feltes StD
Leitung Leistungszentrum für Naturwissenschaften und Umweltfragen ­ LNU
Koordination MINT-Fächer
Gymnasium Frechen
Rotdornweg 43
50226 Frechen
Tel: 02234 955560
Fax: 02234 9555666
Mail: pfeltesatLNU-frechen.de

 

  Aktion Mensch

 
     
 

Hintergrundinformationen:
Hahn auf, Wasser trinken, Hahn zu. Wasser strömt hierzulande scheinbar unbegrenzt und wie selbstverständlich aus der Leitung. Eine Berechnung des auf der Erde vorhandenen Wassers ergibt, dass die Erde zu ca 71% mit Wasser bedeckt ist. Der weitaus größte Teil davon (ca. 96,5%) ist Salzwasser, das ohne Aufbereitung für die Nutzung durch Menschen, durch Landtiere und für die Landwirtschaft nicht geeignet ist. Für den menschlichen Verbrauch verbleiben nur ca. 0,03% als Trinkwasser nutzbar.
Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen. In den beliebten Urlaubszielen rund um das Mittelmeer - wie Spanien, Griechenland oder Tunesien - ist die Trinkwasserversorgung spätestens in den heißen Sommermonaten alles andere als garantiert. Die ausreichende Versorgung der stetig wachsenden Weltbevölkerung mit Wasser ist keinesfalls selbstverständlich und ist heute eine der großen Herausforderung für die Wirtschaft und die Wissenschaft.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die internationale Gemeinschaft zu einer gerechteren Verteilung der weltweiten Wasservorräte aufgerufen. Im Vorfeld des Weltwassertages in diesem Jahr kritisierte er in New York, dass noch immer viel Wasser verschwendet werde, obwohl 18 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef forderte mehr Geld für die Wasserversorgung der ärmsten Menschen. "Jeden Tag sterben weltweit 4500 Kinder, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben", hieß es in dem Aufruf, den Unicef zum IV. Weltwasserforums in Mexiko veröffentlichte. Das UN-Ziel, den Wassermangel bis 2015 zu halbieren, sei in Afrika und Asien nur schwer zu erreichen.

Der designierte Chef des UN-Umweltprogramms Unep, Achim Steiner, warnte vor einer steigenden Zahl von Wasserflüchtlingen - vor allem in Afrika.


Projekt: Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser durch Umkehrosmose
Im Rahmen dieses Projektes wird ein Konzept für die Meerwasserentsalzung durch die am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln hergestellte Trennmembran unter Umkehrosmosebedingungen entwickelt. Diese Konzeption umfasst auf Kernelemente reduziert die technische Membrantrennverfahren, die Eignung der Membranen für die Umkehrosmose und die quantitative Ermittlung der Konzentrationen von Salzen (Ionen) in Wasser. Die Experimente werden an einer von der Werkstatt des Instituts gebauten Anlage durchgeführt. Die Anlage arbeitet im statischen (Dead-End) Betrieb. Sie besteht aus einem Rührer und einem temperierbaren Vorratsbehälter aus Edelstahl, der mit Wasser bzw. Salzwasser gefühlt wird. Die Membran befindet sich am unteren Ende des Behälters. Unter einem Druck von Maximal 40 bar, der mittels einer N2-Gasflasche erzeugt wird, permeiert die Lösung durch die Membran und wird in einem Auffanggefäß gesammelt. Die Temperatur der Lösung wird mit Hilfe eines Temperatursensors (T-Sensor) an der Messzelle ermittelt.
Zur qualitativen und quantitativen Analyse der Konzentrationen der Salzlösung wird die Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) verwendet.